Liebe Woberner, Wokener und Lukener,

das Renovierungsprojekt "Kirche Woken" ist mit der abschließenden Erneuerung der Kirchenfassade und Errichtung der deutschen Gedenkstätte zu Ehren der Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges und der Verstorbenen der Wokener Kirchengemeinde an der Südseite der Kirche nach rd. 10 Jahren komplett zum Abschluss gebracht worden. Die Krönung war der Dankgottesdienst am 19.08.2007. Die Messe zelebrierte der Altbischof von Leitmeritz, Mons. Koukl, gemeinsam mit den Konzelebranten Pater Angelus v. Waldstein, den Wokener Pfarrer Jirischte und dem Ministranten Christoph Pelka. Die Predigt wurde in deutsch und in tschechisch gehalten.
Die Kirche war von Deutschen und Tschechen total überfüllt, so dass fast die Hälfte der Gläubigen nur draußen vor der Kirche den Dankgottesdienst mitfeiern konnte.
Diesen Andrang hatte unsere Wokener Kirche "Mariä Himmelfahrt" seit der Vertreibung 1945 noch nie erfahren. Dr. Graf Ernst v. Waldstein hielt in der Kirche eine beeindruckende zweisprachige Rede zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Kirche. Er ist der unmittelbare Nachkomme des letzten Patronatsherrn der Wokener Kirche. Die Rede ist nachzulesen im Internet: www.woken-okna.eu.
Der ergreifendste Teil des Dankgottesdienstes war die Segnung der deutschen Gedenkstätte der Gefallenen des 1. und 2.Weltkrieges durch den Altbischof Koukl.

Dabei hat unsere Steinmetzer Alma die Gefallenen aus Luken laut verlesen; es flossen Tränen. I. Weltkrieg: Gürtler, Luken Nr. 3 Pabel, Gustav Schafranka, Wenzel Schafranka, Ernst; Ortsteil Thein II. Weltkrieg : Jirschik, Josef Honzik , Ortsteil Thein Kauschka, Wenzel Steinmetzer, Emil Zacka, Ernst Die Gefallenen von Wobern hat unser Willi Teubner laut verlesen: I. Weltkrieg: Grolms, Josef Teubner, Franz Lehnert, Josef Teubner, Josef Metzer, Franz Wiesner, Josef Pankraz, Josef Stümpel, Emil II. Weltkrieg: Altmann, Emil Ritter,Willi, Junior Blumtritt,Emil Ludwig, Ernst Böhm, Josef Mikisch, Franz Bürgermeister, Otto Motz, Karl Doms, Ernst Motz, Walterr Doms, Erwin Qaisser, Fritz Fisch, Ernst Qaisser, Josef Fisch, Josef Ramisch, Emil Gerstenhöfer, Fritz Richter, Walter Grolms, Emil Riegel, Ehrhard Grolms, Franz Riegel, Franz König, Josef Riegel, Herbert Kriesche, Richard Teubner, Josef Ritter, Willi Zünder, Emil

Die Gefallenen von Woken hat Hermann Schafranka verlesen ( s. Bild): I. Weltkrieg : Bartosch, Josef Quaisser, Josef Brinke, Josef Queisser, Franz Eibricht, Otto Richter, Franz Fechtner, Franz Schneider, Franz Mösel, Karl Walter, Wenzel Pursch, Rudlf Wietner, Wenzel II. Weltkrieg: Bürgermeister, Erhard Pöschel, Adolf Bürgermeister, Hans Pöschel, Franz Ducke, Ernst Pöschel, Richard Ducke, Fritz Seliger, Ehrhard Ducke, Willi Stecker, Josef Jirschik, Franz Strümpel, Adolf Jirschik, Fritz Teubner, Anton Jirschik, Josef Teubner, Josef Leimer, Josef Tietz, Wenzel Neumann, Adolf Ullrich, Josef Neumann, Wenzel Ullrich, Heinrich Pankratz, Erwin Ullrich, Walter Queisser, Erich Zborschil, Walter Queißer, Gustav

"Verlesung der Gefallenen v. Woken"

Im Anschluss wurde das hergerichtete deutsche Grabfeld bestehend aus rd. 10 Gräbern gesegnet. Die Grabstellen wurden von fast allen Angehörigen beim Bürgermeister Woken für nur 8 gekauft und vom dortigen Steinmetz auftragsgemäß aufgearbeitet, so dass der Erhalt dieses "heimatlichen" Friedhofteiles für mindestens 20 Jahre gesichert bleibt. Von der Presse war die Böhmisch Leipaer " ceskolipsky denik" präsent und hat am 20.8. einen interessanten Bericht mit Bildern vom Wokener Dorffest gebracht ( s.a. www.ceskolipsky.denik.cz/zpravy_region/okna_20070820.html) Um 13.00Uhr begann dann das angekündigte Dorffest mit 2 gegrillten, großen Spanferkeln, Kaffee und Kuchen. Auf dem Fußballplatz ( aa de Baache noch Lukn) waren 10 große, luftige Zelte für rd. 200 Teilnehmer aufgestellt. Der Wokener Bürgermeister, Herr Havlin, hat alle Deutschen und Tschechen herzlich willkommen geheißen und eine schöne Postkarte mit der Kirche und deutschen Gedenktafel-Inschrift überreicht. Bei schönstem Sommerwetter erlebten wir einen gemütlichen Nachmittag in unserer ehemaligen Heimat. "Dorffest Woken" Im übrigen habe ich einen ausführlichen Bericht über den Wokenbesuch mit Bilder ins Internet gestellt: www.woken-okna.eu . Schaut Euch diese Internetseiten mit Eueren Kindern oder Enkeln an !!! An dieser Stelle danke ich allen Woberner, Wokenern und Lukenern für das großartige Mittun und Mitdenken bei den gemeinsamen Bemühen zur Erhaltung unseres traditionsreichen, Wokener Gotteshauses "Mariä Mimmelfahrt". Hermann Schafranka Projektkoordinator Liebe Freunde aus der alten Heimat! Es waren bewegende Tage in Woken. Leid tut mir nur, daß ich beim Dorffest nicht nach den Woknern und anderen guten Bekannten gesucht habe, wie ich es Samstag Abend im Grandhotel getan hatte. Übermüdet habe ich es einfach vergessen. Es bleibt die Erinnerung an ein schönes, ungestörtes Erlebnis. Vor allem war es eine Anerkennung und ein Dank des Bistums und der Gemeinde für die Vollendung des Werkes" Kirche Woken". Das der weltumspannenden Kath. Kirche gehörende Gotteshaus ist vom Verfall gerettet und wunderschön renoviert. Es wird für uns und unsere Nachkommen immer ein letztes Stück " Daheim" bleiben. Dort werden wir immer willkommen sein. Die Errichtung der deutschen Gedenkstätte auf dem der Gemeinde gehörenden Friedhof,die Ausrichtung eines Dorffestes für die deutschen Besucher, das alles sind Entwicklungen, die wir vor Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Es sind vor allem zwei Heimatfreunde, die das Vorhaben geschultert haben: der leider zu früh verstorbene Heinz Queißer und Hermann Schafranka. Ihnen haben Bistum, Gemeinde und wir zu danken. Auch ihren Frauen, die mehr dazu beigetragen haben, als nur den Einsatz ihrer Männer zu dulden. Daß sichWokner und Lukner sehr bald nach der Vertreibung wieder gefunden haben und seitdem jährlich treffen, ist das Verdienst von Erwin Fröhlich. Schmerzlich bewußt wird uns aber gerade beim Wiedersehen: Tief in unserem Herzen lebt die Trauer um die verlorene Heimat , das Trauma der Vertreibung. Deshalb lehnen ja einige Heimat- freunde jegliche Verbindungsaufnahme zu den heimischen Stätten ab. Ich kann das sehr wohl verstehen. Dennoch setze ich mich dafür ein, die Wurzeln zu der Landschaft, von der wir ein Teil sind und bleiben, zu pflegen und in der Familientradition zu erhalten. Auf daß uns unsere Heimat nicht auch noch im Gedanken verloren geht. So hoffe ich, daß Ihr Euch auch in Zukunft zu Mariä Himmelfahrt in Woken trefft. Mit den Worten meiner Großmutter grüße ich Euch: "Ai Gotts Nohm" Euer Franz Pelka