Stufe 1 und 2

Die erste Stufe sieht eine Sanierung der Kirchenfassade und der Friedhofsmauer einschliesslich Friedhofstor vor. Einrichtungen für Schließung und Sicherung des Friedhofes sind inbegriffen. Die Fassade soll eine dauerhafte Außenhaut erhalten, damit die Kirche von der Gemeinde und nachfolgenden Generationen für Gottesdienste genutzt werden kann. Weiter bedürfen der Dachabschluss und die Dachentwässerung dringender Reparaturen. Der neue Anstrich wird der ursprünglichen traditionellen Fassadenfarbe (gelb-ocker) entsprechen und wird damit den Forderungen des Denkmalamtes gerecht. Angaben zu den einzelnen Gewerken der Rekonstruktion sind aus den Anlagen 7 und 8 ersichtlich.

Sanierungsstand der Wokener Kirche August 2006

Sanierungsarbeiten am Portal der Wokener Kirche, August 2006

Nach Fertigstellung der Baumaßnahmen soll in einer zweiten Stufe eine Gedenkstätte für die vor 1945 auf dem Kirchfriedhof begrabenen deutschen Toten errichtet werden. An der Außenwand der Kirche wird eine Gedenktafel angebracht, die an die hier ruhenden Toten aus den Gemeinden Luka, Okna und Obora sowie an die Opfer des Ersten und Zweiten Weltkrieges erinnert. Die Inschriften werden in deutscher und tschechischer Sprache (in dieser Reihenfolge) verfasst.

Stufe 3 und 4

Innerhalb der Kirche soll eine Basalt-Tafel an die Bedeutung der Kirche bis 1945, den drohenden Zerfall nach dem Zweiten Weltkrieg und die Renovierung zwischen 1996 und 2006 erinnern. Es werden dabei die Initiatoren und Spender dankend erwähnt. Die Innschriften werden in tschechisch und deutsch (in dieser Reihenfolge) verfasst. Die Tafeln werden so konstruiert, dass sie über Jahrzehnte Bestand haben. Insbesondere im Außenbereich werden Materialien verwendet, die witterungsbeständig sind und keine Zerstörung zulassen. Die dritte Stufe beinhaltet die Sanierung der ursprünglichen Deckenmalerei. Die Deckenbemalung wurde duch Wassereinbruch bis zu 50% beschädigt bzw. zerstört. Die Entwürfe der Decken-Restaurierung werden durch einen renomierten Bühnenmaler erarbeitet und durch weitere Maler materialkostendeckend ausgeführt. In einer vieten Stufe wird die vor Jahren ausgebaute Kirchturmuhr repariert, wieder eingebaut und mit dem Glockenwerk synchronisiert. Falls die Reparaturkosten unerschwinglich werden, muss eine elektronische Kirchturmuhr eingebaut werden.